Teil 22 unseres Roadtrips durch die USA
26. juli – 6. august 2026
Michigan, Illinois, Indiana
Marquette
Ein wieder mal langer Fahrtag brachte uns am frühen Nachmittag des 26. Juli an unser Ziel: Michigan, genauer gesagt die Upper Peninsula von Michigan. Der Bundesstaat ist nämlich zweigeteilt und wird durch den Lake Michigan unterteilt – fährt man am Seeufer entlang, verlässt man Michigan und kommt zunächst durch Wisconsin und später durch Illinois, bevor man wieder in Michigan landet.
Unser erstes Ziel war Marquette am Lake Superior, welcher neben Lake Michigan, Lake Huron, Lake Erie und Lake Ontario zu den fünf Great Lakes gehört. Zusammen bilden diese riesigen Seen zwischen den USA und Kanada das größte zusammenhängende Süßwassersystem der Erde und enthalten rund 20 Prozent des weltweiten Süßwassers an der Oberfläche.

In Marquette hatte Christian MTB-Trails entdeckt, daher fackelten wir auch nicht lange, packten direkt nach unserer Ankunft die Räder aus und schwangen uns auf die Trails. Nach den langen Fahrtagen hatten wir etwas Bewegung dringend nötig.



Die Trails waren ruppiger als erhofft, aber dennoch war es schön, wieder im Sattel zu sitzen und sich ein bisschen auspowern zu können.
Gut, dass wir den Ankunftstag gleich genutzt hatten, denn der nächste Tag kam leider sehr regnerisch daher. Daher verschlug es uns zunächst in die Wäscherei, wo wir auf nette Franco-Kanadier trafen. Mit vielen Tipps für Québec und sauberer Wäsche drehten wir eine Runde durch Marquette und beschlossen, noch eine Nacht zu bleiben, um am nächsten Tag die Gegend etwas genauer mit den Rädern zu erkunden.
Gesagt, getan: Am nächsten Morgen packten wir wieder die Räder aus und fuhren noch ein paar einfache Trails zu kleinen „Wasserfällen“.


Spannend war auch, die riesigen Ore Docks, also Erzverladeanlagen, in Aktion zu sehen: Das Eisenerz wird in der Gegend rund um Marquette im Tagebau abgebaut, vor Ort zerkleinert und konzentriert und anschließend in einer Pelletieranlage zu kleinen, kugelrunden Pellets verarbeitet. Diese werden dann per Zug aus den Minen nach Marquette gebracht und über die hohen Verladeanlagen und langen Rutschen direkt in die großen Frachtschiffe gekippt. Von dort geht es über die Great Lakes weiter zu Stahlwerken im Mittleren Westen der USA. Wir konnten genau beobachten, wie die kleinen Eisenkugeln nur so ins Schiff herunterprasselten.



Danach erkundeten wir Presque Isle, eine kleine Halbinsel, die tolle Ausblicke auf den See bot, der so riesig ist, dass man sich wie am Meer fühlt. Am Black Rock sprangen viele ins kühle Nass, wir begnügten uns mit einer Brotzeit, radelten noch mal ins Zentrum von Marquette, was sehr schön, aber leider ziemlich ausgestorben war, und dann ging es zurück zum Van und gleich schon ein Stückchen weiter.










Pictured Rocks National Lakeshore
Unser nächster Stopp war der kleine Nationalpark Pictured Rocks National Lakeshore. Dort zogen wir am nächsten Morgen zeitig los für die Chapel Loop, eine rund 16 km lange Wanderung, welche die Highlights des Parks umfasste.
Die Wanderung führte uns zunächst durch den herrlich frischen, grün leuchtenden Wald, vorbei an kleinen Wasserfällen und schließlich zum Chapel Rock, der von frühen europäischen Entdeckern nach einer Kapelle benannt wurde. Naja, so ganz erkannten wir es nicht, aber die Felsformation war auf jeden Fall faszinierend, auch durch den Baum, der obendrauf wächst – eine etwa 250 Jahre alte Weißkiefer.




Es folgte ein wunderschöner Strand mit glasklarem Wasser, das herrlich einladend aussah – aber kühl war und zudem lauerten tausende Moskitos auf jeden freien cm² Haut. Also blieb es beim Fußbad, bevor wir weiterwanderten. Vor uns querte Bambi mit ihrer Mama den Weg, die beiden kamen auch gerade vom Strand. So was Süßes!




Nun folgte der spektakuläre Teil der Wanderung, immer an den „Pictured Rocks“, also den Klippen am Lake Superior, entlang. Die Felsen bestehen aus Sandstein und sind durch verschiedene Mineralien „bunt“ gefärbt – allerdings nicht so bunt, wie wir es uns vorgestellt hatten. Aber daher rührt der Name des Parks, „Pictured Rocks“.

Wahnsinn – die Farben und Formen waren wirklich spektakulär und wunderschön. Kaum zu glauben, dass das „nur“ ein See ist.




Neidisch beobachteten wir die Kajakfahrer und waren genervt von den vielen Ausflugsbooten, die mit lauten Lautsprechern ihren Gästen alles vermeintlich Wissenswerte über die Natur erklärten – und dabei genau die störten. Naja, wir mögen einfach keine Menschenaufläufe. Auf dem Wanderweg kam uns dagegen kaum jemand entgegen.
Schließlich ging es wieder durch den üppig grünen Wald, noch mal an einem kleinen Wasserfall vorbei und nach rund 16 km waren wir glücklich zurück am Van. Was für ein schönes, unerwartetes Highlight in dieser Region des Landes.



Wir fuhren ein paar Kilometer weiter und sprangen schließlich doch noch mal in den erfrischend kühlen See – herrlich, wenn man sich erstmal überwunden hat.



Im Anschluss fuhren wir noch ein Stück weiter und fanden einen relativ idyllischen Straßenrand-Platz an einem kleinen Park. Wir rechneten fest damit, dort jemandem unangenehm aufzufallen, da alles so gepflegt schien. Aber, keiner behelligte uns und wir verbrachten eine ruhige Nacht, bevor uns mal wieder ein langer Fahrtag bevorstand – die Distanzen sind hier in den USA einfach nicht mit Europa zu vergleichen.

Chicago
Sechs Stunden Fahrt brachten uns durch den Stau rund um Milwaukee und bis in einen Vorort von Chicago. An einem Sportcenter übernachteten wir zweckmäßig und fuhren am nächsten Morgen zeitig in die große Stadt, auf die wir uns schon lange gefreut hatten.
Vorab hatten wir einen Parkplatz gebucht, was dank einer App superpraktisch ist und einem viel Stress und Rumfahrerei erspart. So waren wir gleich mitten im Geschehen und schauten direkt bei „The Bean“ vorbei. Die berühmte Skulptur heißt offiziell eigentlich Cloud Gate, ist eine riesige, spiegelnde Edelstahlskulptur, welche die Skyline, den Himmel und natürlich auch die Besucher reflektiert und daher ein beliebtes Fotomotiv ist – natürlich auch für uns.




Wir staunten über die vielen auffällig bunt angezogenen Leute, bis klar wurde: Hier fand gerade Lollapalooza statt, ein Musikfestival mitten in der Stadt. Daher war leider ein Teil des Seeufers abgesperrt – Chicago liegt nämlich direkt am Lake Michigan.



Wir schlossen uns stattdessen einer tollen, kleinen Stadtführung an, lernten viel über Geschichte, Architektur und Anekdoten.




Zum Mittag probierten wir dann unsere erste Deep Dish Pizza, die mehr ein sehr üppiger, deftiger Kuchen ist und aus einer Schicht Teig, einer Schicht Käse, noch einer Schicht Teig und dann dem jeweiligen Belag plus extra Käse besteht. Ein Stück reicht hier selbst (m)einem hungrigen Mann.


Nach dem Besuch im kostenlosen und sehr schön gemachten Fotomuseum nahmen wir Kurs auf das Viertel, in dem Deborah und Miles leben. Deb hatten wir auf unserer Antarktistour kennengelernt und inzwischen schon in Peru und Mexiko wiedergetroffen. Und nun hatten die beiden uns zu sich nach Hause eingeladen und sogar ihren Parkplatz vorm Haus für uns geräumt. Dort passten wir gerade so hin – zentraler konnten wir kaum wohnen.


Deb hatte mit ihrem 9 Monate alten Sohn Nico eine Verabredung mit anderen Müttern in einer Brauerei (wo sonst, haha) und wir schlossen uns einfach an und konnten so schon mal ein bisschen quatschen.
Abends lud uns Miles zum Critical Mass ein: Einmal im Monat treffen sich Tausende Radfahrer und legen quasi die Stadt lahm. Die Bewegung entstand 1992 in San Francisco und sollte Radfahrern mehr Sichtbarkeit geben und öffentlichen Raum auf den Straßen zurückerobern. Inzwischen gibt es dieses Event in vielen Großstädten weltweit.





Eine mega witzige Veranstaltung!
Miles versorgte uns sogar mit Rennrädern aus seinem Keller, sodass wir unsere Räder nicht ausladen mussten. Genial. Wir drehten gemeinsam mit ihm und seinem Freund Chris eine große Runde durch die Stadt und beendeten den Abend gemeinsam mit Miles und Deb und Chris, der übrigens Comedian ist, am Küchentisch. Ein herrlich lustiger Abend, wie man sich vorstellen kann!
Der nächste Tag war leider sehr, sehr, sehr verregnet. Dennoch rafften wir uns auf und gingen ins Puerto Rico Museum, was super interessant war.




Abends saßen wir wieder mit Deb, Miles und Baby Nico zusammen und nach einer zweiten Nacht im Hof gingen wir Sonntagmorgen zusammen zum Farmers Market im Viertel. Hier hätten wir sämtliche Ersparnisse in die leckeren Produkte investieren können.



Stattdessen zogen wir noch mal weiter in die Innenstadt. Das Wetter war deutlich freundlicher und wir wollten uns noch den Riverwalk anschauen. Auch dort erwischten wir wieder eine Tour, die sich als superspannend erwies, und wir erfuhren erneut sehr viel über Geschichte und Architektur, die uns hier wirklich begeisterte. Chicago kann locker mit NYC mithalten.








Wir krönten das Wochenende mit einer Architektur-Bootstour, die zwar touristisch, aber total spannend und sehenswert war, und dann wurde es Zeit, Abschied zu nehmen. Wir bedankten uns noch mal bei Deb und Miles und ließen die Stadt dann hinter uns – aber wir sind uns einig: Wir kommen noch mal wieder, wenn das Budget nicht mehr ganz so knapp ist.
Indiana Dunes National Park
Es ging weiter in den nächsten kleinen Nationalpark – Indiana Dunes, im benachbarten Bundesstaat Indiana.
Am Visitor Center verbrachten wir eine ruhige Nacht und versorgten uns am nächsten Morgen bei einer netten Mitarbeiterin mit allen Infos für Wanderungen und Co. Allzu viele Wanderoptionen gab es aber nicht, zumindest nicht, wenn man nicht noch mal extra Eintritt in den neben dem Nationalpark liegenden State Park zahlen wollte. Dort hätte es die große Dünenwanderung gegeben – aber ich mag ja eh keinen Sand im Schuh.
Also fuhren wir rein in den NP und drehten eine kleine Runde, vorbei an einem zugewachsenen See und bis zu einem Strand am Lake Michigan.



Der gab uns Nordsee-Vibes mit dem weißen Sand und den Gräsern. Das Wasser war glasklar und einladend und es gab sogar ein Waschhaus mit Duschen, Umkleiden, Kiosk, Schwimmbadpommes und alles, was man sich so wünschen kann. Also warfen wir uns in die Badeklamotten und sprangen rein ins kühle Nass.




Nach ausgiebigem Badespaß und einer ebenso ausgiebigen Dusche zogen wir noch weiter durch den Park und entdeckten vier Häuser, die einst für die Weltausstellung 1933 in Chicago gebaut und anschließend nach Indiana gebracht worden waren. Die sogenannten „Century of Progress“-Häuser sollten moderne Architektur, neue Baumaterialien und technische Innovationen zeigen. Vier davon wurden später per Lastkahn und eines teilweise per Lkw an die Küste von Indiana gebracht.


Zufrieden mit unserem Parkbesuch zogen wir schließlich weiter bzw. zurück zum Visitor Center, wo wir eine zweite, ruhige Nacht verbrachten.
Zwischen Michigan und Holland
Zurück in Michigan – Bundesstaaten wechseln geht dort oben wirklich ratz-fatz.
Zu unserer Überraschung gibt es rund um Michigan einige Weinanbaugebiete – wenn man sich die Breitengerade anschaut, gar nicht so verwunderlich. Deb und Miles hatten uns schon gesagt, dass sie die Weine aus der Gegend nicht so pralle finden, aber ein Weingut wollten wir dennoch testen.
Und so landeten wir in Fennville auf dem gleichnamigen Vineyard, der ein bisschen deutsch angehaucht schien. Die Einrichtung war etwas bieder, die Weinauswahl riesig – es gab aber auch diverse Fruchtweine, was eigentlich nie ein gutes Zeichen ist. Im schönen Garten der Anlage, umrahmt von grünen Weinreben, probierten wir uns gemeinsam durch 14 (!) verschiedene Weine. Ein paar waren tatsächlich ganz gut, sogar einen Portwein gab es. Aber viele waren dann doch nicht so nach unserem Geschmack – zu leicht, zu fruchtig und süß. Aber das scheinen hier viele zu mögen.

Somit behielten Deb und Miles recht und wir zogen einen Ort weiter.
Und so schnell ist man plötzlich in Holland – eine Kleinstadt in Michigan, die ihren Namen den vielen holländischen Einwanderern verdankt. Das Land war grün und flach, in der Ferne entdeckten wir eine Windmühle, und hier und da erinnerte die Architektur tatsächlich auch ein bisschen an die schönen Niederlande. Aber auch nur fast.



Es gab einen holländischen Themenpark und den Park rund um die Windmühle – beides kostete uns zu viel Eintritt. So blieb es bei einem kleinen Stadtbummel, wir erstanden etwas originalen Oude Kaas und wunderten uns über die vielen holländischen Souvenirs und Delfter Blau.


Zurück am Auto stellte ich fest, dass ich mit unterschiedlichen Schuhen unterwegs gewesen war. 😂

Naja, die Holländer sind ja komische Menschen gewohnt. 😉 Und wir freuen uns dann doch bald mal wieder, im richtigen Holland zu sein.
Detroit
Nun zog es uns noch mal in eine Großstadt: Detroit.
Detroit war einst eine große Automobil-Metropole. Die Stadt hatte in den vergangenen Jahren allerdings mit dem Niedergang der Automobilindustrie und erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Problemen zu kämpfen. Inzwischen war die Stadt aber so langsam wieder im Kommen – das hatten wir jedenfalls gehört.
Miles hatte uns noch gewarnt – Präsident Biden war hier mal ein gepanzertes Auto geklaut worden, trotz Secret-Service-Bewachung. Wir parkten Moby trotzdem zuversichtlich in der Stadt und schlenderten durch Downtown.



Im GM Tower wollten wir die Autoausstellung bewundern und auf den Turm rauffahren – doch es stellte sich heraus, dass GM vor einigen Jahren schon umgezogen war. Weder Google noch ChatGPT wussten scheinbar davon, die GM-Website war auch nicht up-to-date. Naja, dann halt nicht.
Wir bewunderten in Downtown die schöne Architektur, viel Art Deco und Wolkenkratzer, und fanden schließlich auch das neue GM-Gebäude, wo nur noch jeweils zwei alte Autos ausgestellt werden. Schade.


Das Ford Museum war uns zu teuer, so blieb es beim Bestaunen von Murals und Fassaden. Die Stadt hatte auf jeden Fall was, aber lud jetzt auch nicht zum längeren Verweilen ein, ehrlich gesagt.




Wir schauten noch im griechischen Viertel vorbei und fuhren beim Rausfahren noch durch die Heidelberg Street, wo das Heidelberg Project „Kunstwerke“ versprach. Naja, ich nenne das eher Haufensammlung von Unrat: alte TVs, Schuhe, Uhren, Puppen und sonstiger Hausrat mit mal mehr oder weniger tiefgründigen Botschaften. Naja. Da hätte man bei den Ludolfs und so manchem Messi vermutlich mehr Kunst in der Garage gefunden.



Bevor wir unser letztes Ziel in den USA erreichten, verbrachten wir eine Nacht an einer Rest Area entlang der Straße.
Das war nicht die erste Rest Area in Michigan, die wir ansteuerten, und keine Ahnung warum, aber irgendwie waren alle Rest Areas (also Autobahnraststätten) in diesem Bundesstaat immer top gepflegt und sogar mit Info-Zentren und Verkaufsautomaten für Snacks und Co. ausgestattet. Immer blitzsauber, mit Trinkwasserspendern, Picknicktischen, Grillecken etc. Fast wie auf einem Campingplatz.
Daher nutzten wir die Grünfläche hinterm Van auch für Sport, zum draußen sitzen und Weinchen picheln. Gar nicht so schlecht, für eine Raststätte, oder?

Die Niagara Fälle
Unser letztes Ziel in den USA waren die berühmten Niagara Falls.
Erst spät am Nachmittag erreichten wir den kleinen State Park, der sich rund um die Fälle mitten in der Stadt befindet. Schon allein das ist irgendwie skurril, dass so ein berühmter Wasserfall mitten in einer Stadt liegt – eigentlich sogar in zwei, wenn man die kanadische Seite mitbedenkt. Direkt neben den Wasserfällen verläuft nämlich auch die Landesgrenze.
Eigentlich dachten wir, wir schauen uns die Fälle nur mal fix von oben an, weil es schon 18 Uhr war. Aber die Wettervorhersage für den nächsten Tag war usselig und da aktuell noch die Sonne schien, recherchierte ich fix, was man alles noch so abends machen kann. Und siehe da: Die Bootstouren, von denen wir dachten, dass sie nur auf der kanadischen Seite fahren – was ja gar keinen Sinn machen würde –, fuhren natürlich auch auf US-amerikanischer Seite, auch abends noch. Und günstiger waren sie auf der USA-Seite auch!
Also ließen wir alles stehen und liegen, kauften zwei Tickets und liefen zum Boot – aber nicht zu irgendeinem, sondern natürlich zur original „Maid of the Mist“, das Touri-Boot schlechthin, das wir aus so vielen Serien und Filmen kannten, zum Beispiel aus „The Office“ und „Bruce Almighty“. Dass wir das mal machen …
Ehe wir uns versahen, hatten wir schon die typischen blauen Plastikponchos angezogen und es ging los – 20 Minuten durch die Niagara Falls.



Die Fälle bestehen aus drei separaten Wasserfällen: American Falls, Bridal Veil Falls und Horseshoe Falls. Vorbei an den ersten beiden blieben wir noch einigermaßen trocken, aber als wir dann direkt in den Horseshoe Fall fuhren, machte sich der Poncho mehr als bezahlt – es war, als würde man unter der Dusche stehen. Überraschenderweise war das Wasser lauwarm. Irre!



Ich kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus, so ein abgefahrenes Erlebnis, obwohl natürlich maximal touristisch. Einfach grandios.
Wir wurden mit Regenbögen überrascht und hatten auch perfekte Lichtverhältnisse. Einfach mega!


Und bei all dem Wasser wird auch ordentlich Energie gewonnen: Ein Teil des Wassers wird zur Stromerzeugung auf beiden Seiten der Grenze abgeleitet. Trotzdem stürzen noch immer rund 3.160 Tonnen Wasser pro Sekunde über die drei Fälle, das sind mehr als 2,65 Millionen Liter pro Sekunde. Irre!
Zurück an Land liefen wir dann noch die super angelegten Wege ab und bestaunten die drei Fälle jeweils von oben. Alles war wie immer top organisiert. Es hätte sogar Treppen an den Fällen entlang nach unten gegeben – alles kostenlos –, aber dafür waren wir etwas zu spät dran.






Wir genossen die Aussichten rüber nach Kanada und einen schönen Sonnenuntergang und dann suchten wir uns einen Platz für die Nacht, den wir irgendwo entlang des Niagara River fanden. Es war nicht die ruhigste Nacht ever, wir hatten auch ein paar Car-Camper-Nachbarn, aber das tat es für unsere letzte Nacht in den USA.
Am nächsten Morgen ging es bei neblig-regnerischem Wetter rüber zur Grenze nach Kanada, wo uns der letzte offizielle Grenzübertritt auf der Reise bevorstand.
Aber dazu dann demnächst mehr. 🙂
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