Kategorien
2026 Blogbeiträge Nordamerika USA

Westküste, Wein & Wanderungen

Teil 16 unseres Roadtrips durch die USA

21. Januar – 5. Februar 2026

Nach unserer schönen Zeit in Kanada ging es wieder zurück in die USA – und damit auf die nächste Etappe unseres Roadtrips, die wieder mal sehr abwechslungsreich daherkam. Von verregnetem Regenwald im Olympic Nationalpark, über spektakuläre Küstenabschnitte entlang des Highway 101, entspannte Tage im Weingebiet und mehrere spektakuläre Wanderungen im Yosemite Nationalpark war wirklich alles dabei. Vor allem Letzteres hatte es mal wieder in sich – inklusive Schnee, Eis und ordentlich Höhenmetern. Aber lest selbst…

Back in the USA

Unsere Fähre legte im kleinen Ort Port Angeles an. Nachdem wir vom Schiff runter waren, mussten wir noch kurz an einer Art Checkpoint halten – hier fragte uns ein Beamter, wo wir herkommen und ob wir frisches Obst, Gemüse, Fleisch etc. dabeihätten. Das konnten wir verneinen, und so waren wir nun wirklich wieder zurück auf US-amerikanischem Boden.

In Port Angeles hielten wir uns nicht lange auf: Einkaufen und ein Besuch im Visitor Center für den Olympic Nationalpark standen auf dem Programm. Gut versorgt mit allen Infos suchten wir uns dann, bei Regen, einen Platz für die Nacht, um am nächsten Tag zeitig in den Nationalpark zu starten.

Olympic Nationalpark

Nach einer verregneten Nacht fuhren wir am mehr oder weniger komplett vernebelten Lake Crescent vorbei – wandern machte dort bei diesem Wetter keinen Sinn, auch wenn für eine Sekunde ein Regenbogen zu sehen war.

Also ging es direkt weiter in den Olympic Nationalpark, welcher vor allem für seine außergewöhnliche Vielfalt an Landschaften – von moosbedecktem Regenwald über zerklüftete Pazifikküste bis hin zu schneebedeckten Berggipfeln – bekannt ist.
Tatsächlich lag aktuell auch ordentlich Schnee auf den Bergen, aber leider so viel, dass man nur mit Schneeketten hochfahren durfte. Die haben wir leider nicht an Bord, also knickten wir die Berge und steuerten stattdessen direkt den Hoh Rainforest an.
Dort erwischten wir eine Regenpause und liefen zwei kurze Loops durch den wunderschönen Wald. Die Bäume hingen hier voller Moosflechten, die im Wind wehten. Das sah echt irre und total mystisch aus. Mega schön – da störte auch der wieder einsetzende Nieselregen kaum.

Hoh Raiforest

Eine weitere verregnete Nacht später sah die Vorhersage endlich besser aus – sogar Sonne sollte dabei sein.

Also machten wir uns auf den Weg zur Küste und landeten zuerst am Rialto Beach. Dort führte eine kurze Wanderung, teilweise über riesige, umgestürzte Bäume, zu tollen Felsformationen und dem „Hole in the Wall“ – was genau das ist: ein Loch im Fels und ein super Fotomotiv.

Rialto Beach
Hole in the Wall

Dank Ebbe konnten wir den Weg mit nur einmal Klettern über die riesigen Baumstümpfe gut bewältigen und fanden in den kleinen Tidepools rund um die Felsen allerhand bunte Meeresbewohner wie Anemonen, Muscheln und Seesterne. Mega schön.

Seestern

Und wie vorhergesagt kam sogar die Sonne durch – also ging es gleich weiter zum nächsten Beach.

Wir fuhren weiter die Nationalpark-Küstenstraße entlang und schauten uns drei weitere Strände an, die zur Kalaloch-Region gehören. Hier hätte man vermutlich stundenlang am Strand entlanglaufen können – ein Strand war schöner als der andere.

Strand im Olympic Nationalpark
Kalaloch Beach
Juhu
Strand im Olympic Nationalpark

Am zweiten Beach konnte man wieder ein kleines bisschen klettern und schließlich kamen wir auch am Tree of Life vorbei – einem Baum, der sich mehr oder weniger in der Luft hält. Irgendwann in den 50ern brach die Erde unter ihm ab und nun hängt er dort und lebt dennoch irgendwie weiter. Schon faszinierend.

Tree of Life

Aberdeen – auf den Spuren von Nirvana

Wir ließen den Nationalpark hinter uns und landeten für die Nacht in Aberdeen, wo wir an einem Park stehen konnten und sogar noch dazu kamen, etwas Sport zu machen.

Durch Zufall entdeckten wir, dass Aberdeen ja die Heimatstadt von Kurt Cobain ist und sein Elternhaus und „Denkmal“ quasi um die Ecke lagen. Das mussten wir uns natürlich anschauen.

Auf dem Weg dorthin kamen wir an einigen ziemlich tristen Ecken vorbei – kein Wunder, dass Kurt den Grunge erfunden hat. Aberdeen ist nun wirklich keine schöne Stadt.

Kurts Denkmal steht an einer Brücke am Wishkah River, wo er angeblich manchmal saß, um zu texten.

Es gibt auch ein Nirvana-Album, welches den entsprechenden Titel trägt. Wie gesagt, da wundert einen nichts mehr. Alles war doch recht abgerockt, voller Graffiti und der ein oder anderen Spritze – passt ja wiederum ganz gut.

Die Anwohner am Park sind sicher nicht so happy…

Sein Elternhaus steht zwei Blocks weiter, auch das schauten wir uns an. Dieses wurde restauriert und ist heute nicht bewohnt – eine Plakette vorm Haus erzählt von seinem einstigen berühmten Bewohner.

Kurtis Nachbar 😉

Für uns ging es anschließend in den Walmart und dann schnell wieder raus aus der tristen Stadt.

Oregon Coast & Highway 101

Wir verließen den Bundesstaat Washington und erreichten über die Küstenstraße 101 das schöne Oregon. Einen Teil der Küste waren wir bereits auf unserem Weg in den Norden abgefahren, mussten damals aber aufgrund von Zeitmangel zum Beispiel Cannon Beach auslassen – das holten wir jetzt nach.

Der charmante kleine Ort gefiel uns ganz gut. Wetterbedingt war nicht allzu viel los, aber wir können uns gut vorstellen, wie schön (und voll) es hier im Sommer sein muss.

Natürlich legten wir auch einen Stopp am berühmten Haystack Rock ein, einem großen, eigentlich unscheinbaren Felsen, der am Strand thront. Bei Ebbe zeigen sich die vielen kleinen Tidepools, die ihn umgeben und die offiziell als Marine Garden gelten – daher war auch Betreten verboten, es sei denn, man ist ein Vogel.

Haystack Rock

Komische Vögel sind wir zwar, dennoch zogen wir weiter, ohne über die Steine zu klettern.

An einem Casino direkt am Meer fanden wir einen Stellplatz für die Nacht – sogar mit Meerblick. Am nächsten Morgen spazierte ich kurz an den Strand und war überrascht, wie schön und endlos lang dieser war. Fußduschen gab es auch, also testete ich zum ersten Mal in diesem Jahr den Pazifik – ganz schön kalt.

Der Morgen war perfekt und so spazierten wir bei herrlichem Sonnenschein noch ein Stück am Strand entlang, bevor es auch schon wieder weiterging.

Über den wunderschönen Küstenhighway 101 ging es weiter und wir mussten immer wieder anhalten, weil die Aussicht einfach zu schön war. Wahnsinn.

Für das Blowhorn hatten wir leider die falsche Tageszeit erwischt, bei Ebbe blowte da nix, aber dafür entschädigten die übrigen Aussichten.

Zur Krönung des Tages fanden wir kurz vor Sonnenuntergang einen spektakulär schönen Platz direkt am Meer. Wir suchten minutenlang nach dem Parkverbotsschild, weil wir gar nicht glauben konnten, dass wir hier „wohnen“ können, aber es gab tatsächlich keins. Wir wurden mit einem traumhaften Sonnenuntergang verwöhnt und verbrachten eine ruhige Nacht an diesem schönen Ort.

Napa Valley

Wir verließen die Küste vorerst und erreichten schließlich unser nächstes Ziel, das berühmte Napa Valley.

Im Vorort Clearlake fanden wir einen ruhigen Stellplatz an einem Trailhead, wo uns am nächsten Morgen die Sonne weckte und wir zum ersten Mal 20 Grad hatten. Genial. Das fühlte sich nach dem langen, nassen Winter wirklich gut an.

Frühlingsgefühle

Wir nutzten die Gelegenheit direkt für Sport und um uns ein bisschen umzuschauen, bevor es mittags dann Richtung Winery ging.

Ein US-amerikanisches Paar aus dem Lake County, das wir bei einer Weinprobe auf Vancouver Island getroffen hatten, hatte uns einige Tipps für die Region gegeben und uns vor allem empfohlen, das überteuerte Napa Valley selbst zu meiden und stattdessen ein paar Weingüter im Lake County auszuchecken. Denn 80 % der dort angebauten Trauben werden ans nebenanliegende Napa Valley verkauft und in deren Weine „verschnitten“. Die Qualität ist somit hervorragend, die Preise aber wesentlich erschwinglicher. Im Napa Valley selbst werden für Weinproben gerne mal 100–150 USD aufgerufen – definitiv nicht unsere Preisklasse und einfach frech.

So landeten wir bei zwei Empfehlungen der beiden, zuerst bei Six Sigma Ranch and Winery, einem Weingut und einer Rinderfarm, auf deren Areal man auch Mountainbike fahren, wandern und „glampen“ kann. Die Weinreben waren natürlich alle noch kahl, im Sommer ist es bestimmt noch mal schöner, aber auch so gefiel uns das kleine Weingut gleich sehr gut.

Six Sigma

Wir wurden nett empfangen und beraten und durften für 20 USD pro Nase fünf tolle Weine probieren, die so schöne Namen wie Else, Marianne und Christian trugen.

cheers!

Es hätte auch Touren in einem echten Pinzgauer gegeben, aber wir waren ja für den Vino da. Beim Kauf einer Flasche wurde der Tastingpreis erlassen, so wanderte eine Flasche Sauvignon Blanc in unseren Bestand. Ein toller Start. Praktischerweise gab uns die nette Dame, die die Verkostung mit uns machte, noch weitere Tipps für Weingüter und sogar Gutscheine für kostenlose Proben. Genial.

Wild Diamond Vineyards, die nächste Winery, die wir sowieso besuchen wollten, war auch dabei. Dort bekamen wir nun ein kostenloses Tasting von fünf ebenfalls sehr guten Weinen, mit herrlicher Aussicht, da dieses Weingut auf einem kleinen Hügel liegt, der die gesamte vulkanische Landschaft rundherum überblickt. Wunderschön.

Auch hier war die Betreuung sehr individuell und nett – Gastgeben können die Amis einfach.

Für die Übernachtung fuhren wir ein Stück weiter Richtung Napa und landeten, mal wieder, an einem Casino im kleinen Örtchen Middletown.

Wir erreichten den Ort Napa im gleichnamigen Valley. Hier drehte sich natürlich alles um Wein und um gut betuchte Touristen – das war gleich zu sehen. Wobei wir außerhalb der hübsch hergerichteten Innenstadt vor allem auf Mexikaner trafen. Auf dem Walmart-Parkplatz wurde neben uns im Kofferraum Nopales (Kaktus) geschält und verkauft, und im Autozone, wo wir unsere Leih-Schneeketten für Yosemite abholten, wurden wir quasi auf Spanisch bedient.

Bevor wir uns die Innenstadt anschauten, fuhren wir noch bei Midas vorbei, der nordamerikanischen Version von ATU, wo wir unsere quietschenden Bremsen checken ließen und das knackende Geräusch, das uns seit dem letzten Tag in Kanada begleitete. Unsere Befürchtung bestätigte sich: Das Domlager auf der linken Seite war fällig. An sich kein großes Ding, normaler Verschleiß, aber leider kostet in den USA allein die Arbeitszeit dafür 1000 USD. Autsch! 😣 Na ja, akut war es zum Glück nicht, und wir müssen eh erst die Teile bestellen. Also ein Zukunftsproblem.

Bei den Bremsen war zum Glück alles in Ordnung, dennoch mussten wir schlucken, als wir für den kurzen Check 140 USD bezahlen mussten. Noch mal autsch. USA ist wirklich kein Spaß mit kaputtem Auto.

Jetzt waren wir aber bereit, uns Napa selbst mal anzuschauen. Die hübschen Straßen verlockten alle fünf Meter dazu, sich hinzusetzen und etwas Leckeres zu trinken oder zu essen, die Boutiquen waren ebenfalls schön – und teuer. Also blieb es für uns beim Gucken und dann schnell weiter.

Yosemite Nationalpark 3.0

Nach einer Zwischenübernachtung erreichten wir am Sonntag endlich wieder einen meiner liebsten Orte auf der Welt: den Yosemite Nationalpark.

Wir nutzten den Nachmittag, um uns Informationen für unsere geplanten Wanderungen einzuholen, drehten eine kleine Runde durch das Valley und bezogen dann schließlich unseren vorab gebuchten Campspot auf dem Upper Pines Campground. Dort sah es ganz schön wüst aus – zwei Wochen zuvor war ein fetter Winter-Blizzard über das Valley gezogen und hatte jede Menge Schnee und dadurch auch Schneebruch gebracht. Zeitweise waren der Park und die Campgrounds sogar gesperrt gewesen, da überall Bäume quer lagen. Es lag auch immer noch eine ganze Menge Schneematsch im Park und der Campground war matschig und voller „Baumgeröll“. So wurde der Gang zum WC zum Hindernislauf. Aber egal, wir planten eh nicht viel Zeit dort zu verbringen.

Den nächsten Tag begannen wir noch gemütlich und wanderten den 4-Mile-Trail hoch, der im Winter nur 3 Meilen zu begehen ist, wegen Lawinen- und Steinschlaggefahr. Es ging bei schönstem Wetter stetig bergauf und wir hatten die Yosemite Falls, Amerikas höchsten Wasserfall, quasi die ganze Zeit im Blick. So schön einfach.

🙂

Am Union Point angekommen, hatten wir dann auch freien Blick auf den ikonischen Half Dome.

Danach war der Trail wirklich noch tief verschneit, sodass wir selbst mit unseren Mikrospikes nicht mehr weiterkamen. Die Sperrung hatte sicher ihren Sinn. Also drehten wir nach unserer Snackpause in der Sonne wieder um und schlitterten den steilen Trail zurück nach unten.

Schön!

Zurück im Valley war der Tag noch jung, somit spazierten wir noch mal über das Yosemite Meadow, vorbei an den Lower Yosemite Falls und dem Yosemite Village.

Yosemite Falls

Mit dem Van fuhren wir dann noch mal rauf zum Tunnel View – einer der schönsten Aussichtspunkte im Park, die man einfach erreichen kann.

Tunnel View

Für einen NOCH schöneren Ausblick machten wir uns am nächsten Morgen früh auf die Socken.

Wir hatten uns mal wieder eine Mammutwanderung vorgenommen. Aus dem Valley raus sollte es rauf zum Glacier Point gehen, den man im Winter nicht mit dem Auto erreichen kann. Der 4-Mile-Trail, der einen sonst auch dorthin führt, war ja leider auch keine Option, somit blieb nur der sehr große und sehr schöne Umweg über die Vernal und Nevada Falls, dann über den Panorama Trail hinauf zum Glacier Point: ca. 32 km und 1.600 hm. Natürlich jahreszeitbedingt mit Schnee und Eis und ungewissen Bedingungen – selbst die Ranger wussten nicht, was uns erwarten würde. Also genau unser Ding. Haha.

Optimistisch marschierten wir los und freuten uns schon mal, dass der Mist Trail am Vernal Fall offen war. Da die Stufen im Winter gerne mal überfrieren, ist dieser Trail oft gesperrt, aber wir hatten Glück. Es war kalt, nass, aber nicht gefroren.

Nasse Angelegenheit

Vorbei an der Abbruchkante des Vernal Falls ging es weiter hinauf zum Nevada Fall und an dessen Abbruchkante entlang zum Panorama Trail.

Und dort begann dann der Schnee, der noch völlig festgefroren war. Also mussten die Mikrospikes wieder zum Einsatz kommen, mit denen wir relativ gut über die eisigen Trailabschnitte hinaufsteigen konnten – aber natürlich war es deutlich anstrengender als „normales“ Wandern.

Die Ausblicke entschädigten dafür umso mehr: Der Panorama Trail machte seinem Namen wirklich alle Ehre. Wir sahen alle Falls, den Half Dome und auch den Illilouette Fall, der etwas versteckt liegt. Allein dafür hatte es sich schon gelohnt.

Wir kämpften uns weiter hinauf, der Schnee wurde immer tiefer und durch die warmen Sonnenstrahlen mit der Zeit immer slushiger, was das Laufen noch anstrengender machte. Es gab noch keine Spuren – seit dem Blizzard war also offenbar noch keiner hier oben unterwegs gewesen. Das bedeutete, dass wir streckenweise unsere eigenen Spuren legen mussten, was nicht nur Kraft, sondern auch Zeit kostete.

Aber Aussicht

Ca. 1,5 km vorm Ziel ließ ich dann die Vernunft walten: Der Schnee wurde hier (auf knapp 2400 m) immer tiefer und wir sackten teilweise bis zu den Knien ein, auf einem Weg, der kaum noch erkennbar war. Teilweise liefen wir über Büsche und Bäume, was nicht ganz ungefährlich war. Schneeschuhe wären hier definitiv hilfreich gewesen – die hatten wir aber nicht dabei.

Also beschlossen wir, dass dies unser Umkehrpunkt ist, auch wenn wir beide ein bisschen enttäuscht waren. Aber auch die Zeit saß uns im Nacken – im Dunkeln wollten wir den langen Abstieg definitiv nicht machen. Also suchten wir uns einen schönen Spot für unsere Mittagspause (wie üblich: Käsebrot mit Aussicht) und erfreuten uns an diesem Anblick:

Könnte schlimmer sein!

Dann stapften wir die knapp 15 km zurück und waren pünktlich zum Sonnenuntergang wieder am Van. Nach 30 km, 1.525 hm und 10,5 Stunden auf den Beinen waren wir dann auch ausreichend müde – aber vor allem einfach happy über so einen genialen Tag.

Trotz schwerer Beine mussten wir auch den nächsten perfekten Sonnentag im Park nutzen. Allerdings wollten wir diesmal eine etwas weniger steile Tour machen. So nutzten wir zum ersten Mal den Park-Shuttle, der uns rauf zum Badger Pass brachte – dem kleinen Skigebiet im Nationalpark, quasi auf halber Strecke zum Glacier Point.

Dort erfüllte sich wieder mal ein kleiner Traum: Schneeschuhwandern im Yosemite Nationalpark. Davon hatte ich erst im Dezember letzten Jahres erfahren, aber es war direkt ganz oben auf unserer Bucketlist gelandet.

Das kleine Nordic Center hatte alles an Equipment, was wir brauchten (zu einem fairen Preis), und so marschierten wir los. Natürlich hatten wir uns eine der angeblich schwierigsten Routen ausgesucht – zum Dewey Point, der für seine Aussicht bekannt ist. Allerdings bezog sich die Schwierigkeits-Einordnung eher aufs Langlaufen, was man dort oben auch machen kann. Für uns auf unseren Schneeschuhen war das Terrain einfach ziemlich uneben, hügelig und teilweise etwas chaotisch – definitiv nichts für meine Anfänger-Qualitäten auf Langlaufskiern.

Aber Schneeschuhwandern ist sowieso mein Wintersport Nr. 1, also stapften wir einfach drauflos und freuten uns über die Schneemassen. Nach den frühlingshaften Temperaturen im Napa Valley war das nochmal eine ganz andere Welt.

Der Trail verlief auf und ab durch den Wald und schließlich erreichten wir den Dewey Point. Von dort hatten wir nochmal eine komplett neue Perspektive auf das Yosemite Valley: Wir standen quasi vis-à-vis vom El Capitan und blickten nach rechts rüber zum Half Dome und der verschneiten Sierra Nevada. Einfach der Wahnsinn, dieses Fleckchen Erde.

Der Rückweg verlief über einen noch anspruchsvolleren, steileren Trail, aber mit Schneeschuhen war das alles gut machbar und machte richtig Spaß.

Mit dem Shuttlebus ging es schließlich zurück ins Tal – allerdings nicht ohne Hindernis. Direkt vorm Tunnel, der ins Tal führt, musste wenige Sekunden vor uns ein fetter Steinschlag bzw. Erdrutsch abgegangen sein. An Durchkommen war nicht zu denken. Zum Glück wurde niemand verletzt – es war anscheinend gerade kein Auto unterwegs gewesen.

Wir stiegen also aus und liefen zu Fuß weiter, da unklar war, wie lange die Aufräumarbeiten dauern würden. Vorbei am Geröll marschierten wir durch den Tunnel und landeten an dessen Ende wieder am Tunnel View.

Tunnel View

Dort sprachen wir die erste Person an, die runter ins Tal fuhr, und ließen uns mitnehmen. Wir erwischten ein junges kalifornisches Pärchen, das zum ersten Mal im Park war und sich von uns direkt ein paar Tipps abholte.

Zurück im Tal bezogen wir wieder unseren (neuen) Platz auf dem Campground und verbrachten einen entspannten Abend – mit ziemlich müden Beinen.

Unser letzter Tag im Yosemite brachte noch mal perfektes Wetter. Das mussten wir natürlich nutzen. Wir wollten noch einmal hoch zur Abbruchkante der Yosemite Falls, mit 763 Metern der höchste Wasserfall der USA.

Die Tour kannten wir schon: 6,3 km und 1.200 hm – unsere Beine waren begeistert – NICHT! Aber was muss, das muss!

Auch hier waren noch viele Sturmschäden zu sehen. Viele Bäume lagen quer, sodass wir wieder etwas klettern und kraxeln mussten.

Über Stock, Stein, und Bäume

An anderen Stellen, war der Weg noch vereist, durch die überfrierende Gischt des Wasserfalls. Von den Bäumen regnete es Eiswürfel. Total irre.

Nach unzähligen steilen Serpentinen erreichten wir schließlich die Abbruchkante des Yosemite Falls, wo es über eine sehr schmale und steile Treppe ein Stück bergab ging, bevor man einen Blick auf die Wassermassen erhielt.

Der Wahnsinn, auch beim zweiten Mal. Aber wir wollten natürlich noch ein Stück weiter und noch ein Stückchen weiter rauf, zum Yosemite Point. Diese letzte Meile hatte es noch mal in sich, weil hier wieder jede Menge vereister Schnee lag. Dank Microspikes kein Problem!

Und schon standen wir wieder auf einem Wahnsinns-Aussichtspunkt über dem Valley und der Sierra Nevada – einfach einmalig schön hier!

Yosemite Point
🙂

Der lange, steile Abstieg war weniger traumhaft, unsere Beine waren jetzt wirklich platt, aber dafür bescherte uns der Yosemite Fall ein paar Regenbögen – kitschig schön.

Zurück an die Küste

Zurück am Van waren wir müde, platt, aber sehr happy, Anfang März so geniale Tage im Park erwischt zu haben. Vom Winter und Schnee hatten wir jetzt aber endgültig genug.

Nach einer dringend nötigen Dusche ging es raus aus dem Park und zu einem Stellplatz irgendwo entlang der Route zurück an die Küste, wo wir eine ruhige Nacht hatten und erstmal alles sacken lassen mussten.

Nach der Übernachtung in Midpines zog es uns zum erstbesten In-N-Out Burger, unserer liebsten Burgerkette in den USA.

Hier füllten wir unsere Energiespeicher wieder auf, erledigten ein paar Besorgungen und waren dann bereit für die kalifornische Küste.

Aber dazu dann demnächst mehr. 😊

Bilder für eine Großansicht & Beschreibung einfach anklicken

Übrigens: Wenn dir unsere Reiseberichte gefallen und du uns auf unserer Reise unterstützen möchtest, freuen wir uns über einen Beitrag in unsere Diesel-Kasse. Das geht ganz einfach mit diesem PayPal Link.

« von 2 »
Kategorien
2026 Blogbeiträge Kanada Nordamerika

Vancouver Island – Die Westküste, Umwege und Lieblingsorte

Teil 16 unseres Roadtrips durch Kanada

5. januar – 21. februar 2026

Nachdem wir den Norden der Insel erkundet hatten, nahmen wir uns nun die Westküste vor.

Ucluelet

Am Nachmittag erreichten wir Ucluelet und schauten wie immer zuerst im Visitor Center vorbei. Die nette Dame dort (die in den 1980ern mal in Hamburg gelebt hatte) versorgte uns mit Karten, Tipps und Empfehlungen und schon hatten wir einen Plan für die nächsten Tage.

Wir parkten direkt am kleinen Hafen des Ortes – und blieben dort gleich drei Nächte (illegalerweise). Viel los war im Ort nicht, denn im Januar war vieles geschlossen und der Spaziergang durchs „Zentrum“ schnell erledigt. Aber immerhin entdeckten wir ein paar nette, lokale Läden und am Strand ließ sich sogar  kurz die Sonne blicken.

Entgegen aller Vorhersagen, regnete es am nächsten Morgen NICHT. Also ging es los zum Wild Pacific Trail, ein bekannter Küstenwanderweg in der Region. Zuerst liefen wir die Runde um den Leuchtturm. Der schön angelegte Weg führte durch dichten Küstenregenwald, immer entlang der wilden Küste. Die Wellen donnerten gegen die Felsen und wir konnten unser Glück kaum fassen: Die Sonne zeigte sich.

Wild Pacific Trail
Wild Pacific Trail

Also beschlossen wir spontan, den gesamten Trail zu laufen. Kurz vor dem nächsten Abschnitt holte uns dann aber doch der vorhergesagte Regen ein. Eine Stunde warteten wir ab, dann ging es – wasserdicht verpackt – weiter. Und es hatte sich gelohnt. Der Trail war durchgehend wunderschön und wir entdeckten sogar ein paar Seeotter, die entspannt in den Wellen trieben.

Am Ende des Trails, am sogenannten Rocky Bluffs, hatte die Sonne ein Comeback für eine richtig schöne Lichtstimmung.

Die knapp 12 Kilometer lange Runde war eins unserer absoluten Vancouver Island Highlights.


Tofino & Pacific Rim Nationalpark

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Tofino, etwa 40 km entfernt, quer durch den Pacific Rim Nationalpark. Der Ort war größer als gedacht, aber auch hier war Anfang Januar kaum etwas los und vieles geschlossen. Nicht mal Eis gab es – Frechheit!

Die Wasserflugzeug-Rundflüge, mit denen ich schon ewig liebäugele, waren auch in der Nebensaison möglich, aber leider immer noch zu teuer – schade, das hätten wir echt gerne gemacht.

Stattdessen zogen wir wieder die Wanderschuhe an: Der Tonquin Beach Trail war kurz, aber richtig schön. Wieder ging es durch den Regenwald, wieder bekamen wir tolle Ausblicke, liefen über Strände und auch die Sonne war wieder dabei.

Tonquin Beach Trail

Übernachten war rund um Tofino schwierig und leider überall verboten, daher ging es zurück nach Ucluelet – mit ein paar weiteren Zwischenstopps im Nationalpark:

Am Long Beach, der bei Surfern auf der ganzen Welt bekannt und selbst im Winter sehr beliebt ist, liefen wir ein Stück am Strand entlang, leider bei fiesem Nieselregen. Ganz kurz ließ sich die Sonne mal blicken, aber Surfer waren keine da.

Ein weiteres Highlight war der Rainforest Trail – ein kurzer Boardwalk durch teilweise verschneiten Regenwald. Schnee auf Meereshöhe ist hier eher selten, sehr selten sogar, umso besonderer war die Stimmung.

Die dritte Nacht in Ucluelet endete dann mit „The Knock“ – eine Bylaw Officerin erklärte uns freundlich, dass Wildcampen hier nicht erlaubt ist. Die 300 CAD Strafe pro Person blieb uns zum Glück erspart, aber wir sollten nicht noch eine Nacht bleiben. Verstanden. 🫡

Nach dem Frühstück besuchten wir noch den Cedar Loop Trail und die Halfmoon Bay – wieder wunderschöne Trails durch den Küstenregenwald, wieder bei Regen. Naja. So ist es hier eben im Winter.

Der blieb uns dann auch den ganzen Tag treu.

Nach einem letzten Stopp am Nationalpark Visitor Center, mit Blick auf den Long Beach und einer kurzen Wanderung zum South Beach, prüften wir die Vorhersagen für die nächsten Tage. Leider war nur noch mehr Regen und heftiger Wind angesagt – und Stellplätze gab es ja auch keine für uns. Also verließen wir die Westküste wieder.

Die Nacht verbrachten wir mangels Alternativen halb legal auf einem Wanderparkplatz an der Straße. Immerhin war es dort einigermaßen ruhig.


Die Beinahe-Katastrophe

Am nächsten Tag ging es nach Port Alberni, was quasi in der Mitte der Insel liegt. Es regnete und stürmte auch hier durchgehend, also füllten wir nur Vorräte auf und arbeiteten den Rest des Tages.

Auf dem Weg zurück Richtung Comox, am nächsten Tag, zeichnete ich während der Fahrt am Laptop unsere Fahrzeugdaten auf, um dem sporadischen Notlauf-Problem auf die Spur zu kommen. Als der Akku des Laptops langsam schlappmachte, legten wir einen kurzen Stopp ein, um ein Verlängerungskabel nach vorne zu legen. Dabei fiel mir plötzlich ein verschmorter Geruch aus der Technikbox auf. Ich reagierte blitzschnell, stellte den Motor aus und riss den Feuerlöscher aus der Verankerung – und dann hatte Christian den Übeltäter auch schon gefunden: Das Kabel an unserem Votronic-Ladebooster war am Anschluss komplett durchgeschmort.

Wir hatten wirklich riesiges Glück, dass wir das genau in dem Moment bemerkt hatten. Das hätte richtig böse enden können, innerhalb weniger Minuten hätte sich daraus ein richtiges Feuer entstehen können.

Jetzt hatten wir aber ein Problem mehr: Ohne funktionierenden Booster konnten wir unsere Batterien nicht mehr laden – und Sonne war nicht in Sicht, sodass auch über unser Solarpanel nichts hereinkam. 🤯
Zum Glück hatten wir einen Joker: Ron und Barb Gibson, bei denen wir über Weihnachten gehousesittet hatten. Wir schickten Ron eine kurze WhatsApp-Nachricht – und zwei Minuten später kam die Antwort: „Wir sind gerade nicht zu Hause, aber ihr kennt ja den Türcode. Das Apartment ist für euch bereit. Kommt jederzeit vorbei und bleibt so lange ihr wollt.“

Diese Familie ist einfach so lieb und hilfsbereit! Also ging es schnurstracks zurück nach Royston, im Comox Valley.


Zurück im Comox Valley

Wir zogen wieder in die kleine Einliegerwohnung ein und saßen abends lange mit Barb und Ron zusammen. Ich freute mich natürlich am meisten, Gus, den Terriermischling, wiederzusehen.

Wie süß kann ein Hund bitte sein?

Ron, ein ehemaliger Pilot und Flugzeugmechaniker, bot sofort seine Hilfe und sein Werkzeug an. Die beiden wiederholten immer wieder, dass wir mehr als willkommen waren, und von „Miete“ wollten sie gar nichts hören. Wirklich wie ein Sechser im Lotto für uns.

Am nächsten Tag machte sich Christian an den Ausbau des defekten Ladeboosters – keine einfache Aufgabe, da er an der engsten Stelle im Van verbaut war und dafür sowohl im Wohnraum, als auch in unserer Heckgarage fast alles ausgeräumt werden musste – bei Regen. Aber dank der gemütlichen Wohnung, dem Vordach und Rons Werkzeug ging das hier deutlich angenehmer.

Arbeitsplatz

Dann stellte sich heraus: Der Ladebooster war wirklich komplett durchgekokelt. Und wir stellten zudem fest, dass beim ursprünglichen Einbau einiges schlampig gemacht worden war: falsche, viel zu große Sicherungen, die im Ernstfall nie gegriffen hätten, mangelhafte Isolierungen und falsche Anschlüsse. Ein Wunder, dass das so lange gutgegangen war, und nicht auszudenken, welche Katastrophe da passiert wäre, wenn wir nicht zufällig angehalten und es noch rechtzeitig bemerkt hätten.

Im 1,5 Stunden entfernten Nanaimo fanden wir zum Glück einen Shop mit passenden Ersatzteilen für unser Problem. Der Besitzer des Ladens gab uns sogar unentgeltlich noch ein teures Spezialwerkzeug einfach so mit – auf Vertrauensbasis. Unglaublich, diese Kanadier.

Christian, der zum Glück ja mal Elektroniker gelernt hat und sich mit dem Strom-Kram bestens auskennt, baute alles neu und fachmännisch ein und optimierte nebenbei noch einiges. Und siehe da: Schon funktionierte wieder alles, besser denn je, da der neue Booster eine Spur besser war als der alte. Trotzdem hätten wir die rund 500 € natürlich lieber anders ausgegeben. Naja.


Eigentlich hätten wir jetzt weiterziehen können, aber wir fühlten uns bei den Gibsons und im Comox Valley so wohl und willkommen, dass wir noch blieben. Wir genossen lange Spaziergänge mit Gus im Regenwald, sahen zwischendurch auch die süße Lola mal wieder, machten bei kaltem, aber sonnigem Wetter ein paar schöne Radtouren und testeten uns durch die Brauereien der Stadt. Gleichzeitig arbeiteten wir viel, da unsere Projekte gerade gut liefen.

Nebel-Bogen

Und wir entschieden, aufgrund der damaligen Entwicklungen in den USA, unser Kanada-Visum voll auszunutzen und bis Mitte Februar zu bleiben, statt schon im Januar wieder in die USA einzureisen. Um die Zeit bestmöglich nutzen zu können, schauten wir uns nach weiteren Housesits in der Region um und wurden auch fündig.

Nach zwei schönen Wochen verabschiedeten wir uns (vorerst) von den Gibsons und Gus und zogen weiter nach Comox zum nächsten Housesit, mit Hund und Katze.


Zwei Wochen mit Pippa & Mario

Im Haus von Betsy und John wurden wir zunächst von ihrer Corgi-Dame Pippa eher skeptisch empfangen. Sie bellte uns ununterbrochen an und hielt Abstand – selbst nach einem gemeinsamen Spaziergang und Bestechungs-Leckerlis. Sowas hab ich auch noch nicht erlebt. Hunde hab ich sonst eigentlich immer gleich auf meiner Seite. Ganz anders zeigte sich Kater Mario: Der war uns vom ersten Moment an zugewandt und total zutraulich und verschmust.

Der schöne Mario

Der erste Abflugversuch von Betsy und John am nächsten Morgen scheiterte wegen eines Defekts am Flugzeug. So verbrachten wir ein paar Stunden länger gemeinsam, bis es dann endlich mit ihrem Abflug klappte. Und kaum waren sie weg, war Pippa plötzlich total begeistert von uns. Na also, geht doch! 😊

Pippa

Wir verbrachten zwei Wochen im traumhaften Haus, in exklusiver Lage mit Meer- und Bergblick. Das leere Grundstück nebenan sollte 1 Mio. CAD (600 k€) kosten, man kann sich also vorstellen, in welch exklusiven Nachbarschaft wir hier gelandet waren.

Die Spaziergänge mit der etwas übergewichtigen Pippa waren manchmal… sagen wir mal speziell. Sie setzte sich gerne einfach hin und lief keinen Meter weiter. Ein echter Dickkopf. Aber ich hielt sie auch im Haus auf Trab, somit verlor sie in der Zeit mit uns immerhin 400 Gramm. Ich sollte als Haustier-Diätcoach arbeiten!

Aber einige Male schafften wir es doch an die nahegelegenen Strände, wo Pippa immer wie von Magneten ins Wasser gezogen wurde – keine Pfütze und kein Wassergraben waren vor ihr sicher. So süß, diese dicke Nudel!

🙂

Mario hingegen zeigte sich absolut entspannt und pflegeleicht. Er war zufrieden mit regelmäßigen Fütterungen und Streicheleinheiten und wenn er nachts ein paar Stunden bei uns im Bett liegen durfte.

Nee is klar! 🙂

Wenn wir nicht die Tiere bespaßten, genossen wir den vielen Platz im Haus und arbeiteten nebenbei viel. Wir hatten gerade ein gut bezahltes Projekt gewonnen, bei dem wir gemeinsam Sprachaufnahmen machen mussten, was ziemlich anstrengend, aber auch irgendwie lustig war. Zum Glück haben wir uns ja immer viel zu erzählen. 😉


Zurück in den Süden – East Sooke

Zwischendurch verbrachten wir noch mal einen Abend mit den Gibsons, die wir als Dankeschön für ihre Hilfe und Großzügigkeit, in ihr Lieblingspub zum Abendessen einluden. Dieser Abend endete mit einer erneuten Einladung zu ihnen, wo wir uns von Gus verabschiedeten und dann noch einen riesigen Lachs zum Abschied geschenkt bekamen – und natürlich eine „standing-invitation“, um jederzeit wiederzukommen. So herzliche Menschen!

Unsere Lieblings-Kanadier: Barb, Ron & Gus Gibson

Danach ging es endgültig raus aus dem schönen Comox Valley und zu unserem letzten Housesit nach East Sooke, etwa 40 Minuten von Victoria, der Hauptstadt von Vancouver Island, entfernt.

Arlene, eine pensionierte Lehrerin, und ihre kleine Shih-Tzu-Malteser-Mischlingshündin Lilly empfingen uns herzlich.

Lilly – der Handtaschen-Flokati

Arlenes erst drei Jahre altes Haus lag auf einem Hügel. Die Anfahrt dorthin war gelinde gesagt abenteuerlich, über eine 1,5 km lange, steile, einspurige und gewundene Erdstraße. Mehr Kanada geht wohl nicht. Dafür war die Aussicht absolut einmalig, über die Johnson Strait und die imposanten Berge des Olympic Nationalparks (auf US-amerikanischer Seite) – wirklich beeindruckend.

Die zwei Wochen dort waren ruhig und entspannt. Bei gutem Wetter gingen wir mit Lilly an den nahegelegenen Strand der Becher Bay, oder erkundeten die Umgebung. Wir arbeiteten viel, genossen die Aussicht und die Ruhe.

Zwischendurch verbrachten wir einen Tag im schönen Victoria, wo es für uns beide einen Haarschnitt und Pizza gab.

Victoria

Auch die zweite Woche verging schnell: Spaziergänge, Sonnenauf- und -untergänge und noch mehr schöne Ecken und Trails wie z. B. den Whiffin Spit oder den Matheson Lake – Vancouver Island hat wirklich unglaublich viel zu bieten.

East Sooke
East Sooke
🙂

Abschied von Kanada

Nach insgesamt sieben Wochen auf Vancouver Island hieß es endgültig Abschied nehmen. Vom Housesitting, von Lilly – und langsam auch von Kanada.
Das Housesitting hat uns hier nicht nur wunderbar, kostengünstig und luxuriös durch den Winter gebracht, sondern uns auch so schöne Begegnungen beschert und uns ermöglicht, etwas tiefer in das lokale Leben einzutauchen. Ein weiteres besonderes und definitiv unvergessliches Kapitel unserer Reise. 🥰

Unsere letzte Nacht verbrachten wir im Zentrum von Victoria. Noch einmal spazierten wir durch die schön beleuchtete Stadt, bevor es am nächsten Morgen früh zur Fähre ging.

Die Einreise in die USA verlief überraschend entspannt – der gesamte Prozess fand schon auf kanadischer Seite, am Fährhafen, statt. Die Officers waren gut gelaunt und freundlich, es wurden keine großen Fragen gestellt und auch kein Blick in den Van geworfen.

Nach 90 Minuten auf der Fähre, mit ordentlichem Wellengang, waren wir wieder in den USA.

🙂

Der Abschied von Kanada fiel uns schon nicht ganz leicht. Sieben Monate waren wir hier unterwegs gewesen, hatten unglaublich schöne Landschaften gesehen, die krassesten Wanderungen gemacht, das Ende der Panamericana erreicht und vor allem tolle Menschen und Tiere kennengelernt. Und dabei hatten wir nur einen kleinen Teil des Landes gesehen.

Aber wir freuten uns nun auch auf das, was vor uns lag:

Den Olympic Nationalpark und die Westküste der USA.

Aber dazu dann demnächst mehr. 😊

Übrigens: Wenn dir unsere Reiseberichte gefallen und du uns auf unserer Reise unterstützen möchtest, freuen wir uns über einen Beitrag in unsere Diesel-Kasse. Das geht ganz einfach mit diesem PayPal Link.

Bilder für eine Großansicht & Beschreibung einfach anklicken
« von 2 »
Kategorien
2025 2026 Blogbeiträge Kanada Nordamerika

Comox Valley & der Norden

Teil 15 unseres Roadtrips durch Kanada

15. Dezember 2025 – 5. Januar 2026
British columbia – vancouver island

Über die Weihnachtsfeiertage und Silvester hatten wir einen Housesit im Comox Valley ergattert. Zwei Wochen lang würden wir uns um zwei Hunde und zwei Häuser auf über 2 Hektar Land kümmern – eine ganz normale Wohnsituation hier in Westkanada. 😅
Was wir vorher nicht wussten war, wie vielseitig das Comox Valley ist: Regenwald, Meer und Berge an einem Fleck, und dazu eine richtig gute Infrastruktur. Dass wir hier weiße Weihnachten erleben würden und noch so viel mehr, ahnten wir zu dem Zeitpunkt auch noch nicht.

Housesit in Courtney

Nach einer windigen Nacht am Hafen von Comox trafen wir am frühen Nachmittag bei unserem Housesit in Royston, Courtney ein und lernten den ersten Teil der Familie Gibson kennen, für die wir uns in den nächsten zwei Wochen um Häuser und Hunde kümmern würden. Barb und Ron und ihr süßer, mexikanischer Terrier-Mix Gus waren uns auf Anhieb sympathisch. Gus und ich – das war auf jeden Fall Liebe auf den ersten Blick.

Die beiden rüstigen Mit-70er zeigten uns alles in ihrem Haus, wo wir mit den Hunden wohnen sollten, bevor wir die darunter liegende Einliegerwohnung für den Übergang bezogen. Später wurden wir noch zu Pizza und Vino eingeladen.  Wieder mal ein guter Start.
Dann lernten wir auch ihre Tochter Laurie, deren Mann Scott und ihren Hund Lola kennen, einen witzigen Chihuahua-Terrier-Mix (ebenfalls aus Mexiko), den wir ebenfalls hüten sollten, da die Familie Gibson gemeinsam in den Urlaub auf die Baja California wollte.

Lola

Am nächsten Tag überschlugen sich jedoch die Ereignisse: Einer der Söhne von Barb und Ron wurde mit akuten Herzproblemen (nach einem vorangegangenen Herzinfarkt) ins Krankenhaus eingewiesen, woraufhin die beiden ihre Reise absagten. Laurie und Scott würden alleine verreisen. Sie baten uns jedoch, dennoch dazubleiben, für den Fall, dass sie sich intensiver um ihren Sohn kümmern müssten und ins Krankenhaus im ca. 3 Stunden entfernten Victoria fahren würden. Dann könnten wir Gus übernehmen.

Wir sagten gerne zu und zogen schließlich ins große Haupthaus von Laurie und Scott ein, wo wir das wunderschöne AirBnB im 1. OG bezogen und dort hauptsächlich auf die kleine Lola aufpassten.

Unser Zuhause auf Zeit

Wenn Barb und Ron unterwegs waren, war dann auch Gus mit von der Partie. Beide Hunde waren mega lieb und pflegeleicht – kein Vergleich zu unserem Energiebündel Loki.

Jetzt erst merkten wir, dass wir wieder im absoluten Outdoor-Paradies gelandet waren. Das Comox Valley liegt nur 30 Minuten vom Mt. Washington entfernt, dem höchsten Berg von Vancouver Island, und direkt vor unserer Haustür gab es hunderte Trails zum Wandern und Biken. Leider regnete es fast die gesamte erste Woche, sodass erstmal mehr Zeit zum Arbeiten blieb.

Als sich die ersten Sonnenstrahlen zeigten, schwangen wir uns auf die Bikes, um ein paar der Trails auszuprobieren, die Scott, der selbst begeisterter Mountainbiker ist, uns empfohlen hatte. Matschig-rutschig, aber mega schön, durch den Regenwald zu düsen.

MTB im Comox Valley

Im nahegelegenen Pub, für den wir von der Familie großzügigerweise einen Gutschein bekommen hatten, gönnten wir uns ein leckeres Essen bei Livemusik. Und zwischendurch saßen wir auch immer wieder mal mit Barb und Ron zusammen, die viel aus ihrem spannenden Leben erzählten – Ron war nämlich Flugzeugingenieur und Pilot beim Militär gewesen und hatte dabei so einiges gesehen und erlebt. Bedingt durch seinen Beruf, hat die Familie schon in nahezu allen Teilen des Landes gelebt. Mega spannend. So verging die erste Woche wie im Flug.

Weihnachten rückte immer näher – und endlich gab es Schnee in den Bergen.

Weiße Weihnachten am Pazifik

Zwei Tage vor Weihnachten verwandelte sich der Dauerregen in den Höhen in Schnee. Endlich! Das Skigebiet konnte eröffnen, und sobald wir die Meldung lasen, dass die Loipen gezogen waren, machten wir uns am 23.12. auf zum Mt. Washington (der hier nur Mt. Washy genannt wird), um mal wieder Langlaufen zu gehen – dass das in Kanada noch mal klappen würde, hatten wir auch nicht gedacht.

Plötzlich war der Schnee da!

Am Mt. Washy angekommen schneite es noch fleißig weiter, und meine Leih-Ski wollten zunächst nicht gleiten – offenbar ein Mt. Washington-Phänomen: Der Schnee ist durch die Nähe zum Pazifik manchmal so pappig, dass er an den Skiern klebt. Nach dem Wachsen war das Problem gelöst, und gerade in dem Moment kam die Sonne heraus. Wow – die Aussicht über die Insel war einfach traumhaft.

Mt. Washington
Langlauf am Mt. Washy
🙂

Wir drehten zwei Runden über den Jutland Trail und wagten uns sogar auf eine schwarze LL-Piste, bis es für mich zu steil wurde.

😉

Auf dem Rückweg entdeckten wir noch einen Biathlon-Schießstand, wo gerade zwei Herren ihre Ziele aufbauten. Mega interessant, das mal live zu sehen. Nach drei Stunden waren wir durch, genossen noch unseren Lunch in der Sonne und machten uns dann zurück zu Lola.

🙂

Am ersten Weihnachtstag fuhren wir morgens spontan wieder auf den Mt. Washy – Christian wollte nach 15 Jahren endlich wieder snowboarden. Für unter 100 € bekam er das gesamte Equipment und einen Skipass – deutlich günstiger als zuletzt in Whistler.

Bereit für die Piste

Die Bedingungen waren perfekt, nicht überfüllt, und er hatte richtig Spaß und eine mega Aussicht von oben. Wo kann man schon snowboarden und dabei auf den Pazifik schauen? Absolut genial!!

Ich durfte als Fußgänger leider nicht auf den Lift, konnte aber das verschneite Resort-Village unterhalb erkunden – ein kleines Winter-Wonderland mit eingeschneiten Häusern und traumhafter Winter-Atmosphäre.

So kamen wir beide voll auf unsere Kosten –
perfekte weiße Weihnachten! ❄️

Auch am zweiten Feiertag zog es uns noch einmal auf den Mt. Washington. Es hatte erneut ein bisschen geschneit, und wir wollten endlich noch mal Schneeschuhwandern. Offiziell war nur eine 4 km lange Strecke freigegeben, aber wir fanden schnell viele wilde Trails, die man ebenfalls erkunden konnte. Erneut fanden wir uns im perfekten Winter-Wonderland wieder. So irre schön!

Schneeschuhwanderung…

Am verschneiten Battleship Lake legten wir unsere Mittagspause in der Sonne ein – so warm, dass wir im T-Shirt sitzen konnten. Ein absolutes Highlight und perfekter Abschluss der Weihnachtsfeiertage. Wer hätte gedacht, dass wir ausgerechnet auf einer Insel im Pazifik so eine perfekte weiße Weihnacht erleben?

Woche zwei in Royston

Zwischen all den Wintersport-Abenteuern verbrachten wir ein entspanntes Weihnachten im Haus von Laurie und Scott. Wir genossen es, so viel Platz zu haben, kochten viel, bespassten die Hunde (und sie uns) und arbeiteten am 1000-Teile-Puzzle, das Christian mir geschenkt hatte.

Kurz nach Weihnachten, am 27.12., gab es dann mal wieder einen kleinen Schreckmoment. Nach dem Aufwachen stellte ich fest, dass ich nicht mehr richtig sehen konnte. Ich hatte weiße Flecken im Sichtfeld und sah alles nur unscharf, konnte nichts lesen. Es wurde nach einer Weile etwas besser, es folgten aber Kopfschmerzen – das war mir alles sehr unheimlich, also ging es ab in die Notaufnahme, wo ich nicht nur um 1.355 CAD (850€) erleichtert wurde, sondern auch Blut abgenommen und ein ECG bekam und dann 7 Stunden warten musste, bis ein Arzt Zeit hatte. Ich hatte mir einen der geschäftigsten Tage des Jahres ausgesucht, um „krank“ zu werden. Die Notaufnahme war voll mit Notfällen aller Art. Letztendlich war die Diagnose: Migräne mit Aura! Wie bitte?
Ich hatte noch nie in meinem Leben Migräne und schon gar nicht solche Erscheinungen, lernte aber danach, dass es vielen Leuten (besonders Frauen) so geht und das ganz plötzlich im „fortgeschrittenen Alter“ (in dem ich jetzt wohl bin 😅) auftreten kann. Na danke! Ich hoffe, es war nur eine einmalige Episode (bis heute hatte ich jedenfalls keine Probleme mehr).

Da ich nur eine Auslandsversicherung habe und keine kanadische Krankenversicherung, bekam ich von den Schwestern noch eine Preisliste für etwaige Behandlungen. Spannend und erschreckend zugleich das mal zu sehen. Da kann man nur froh sein, wenn man nichts davon in Anspruch nehmen muss – oder eine gute Krankenversicherung hat.

Zwischen all den Erlebnissen standen für unseren Van auch noch einige Arbeiten auf dem Programm, die wir hier quasi im „Trockendock“ gut erledigen konnten.
Seit unserem Aufenthalt in Golden war ja das Gebläse unserer Heizung unangenehm laut und wir hatten nach Rücksprache mit dem Hersteller, in Europa, bereits die passenden Ersatzteile (Gebläse, kompatible Platine, Dichtungen) zu unserem Housesit bestellt.
Nun musste Christian mal wieder die gesamte Heizung ausbauen, das Gebläse und die Platine tauschen, und danach wieder alles ordnungsgemäß zusammenbauen. Hurra! 🫠 Da war der Geduldsmeister mal wieder gefragt. Aber die fummelige Reparatur war natürlich erfolgreich und unsere Heizung schnurrt jetzt wieder leise wie ein Kätzchen. 😉

Alt vs. neu


Leider war die Tage auch noch das Glas eines Nebelscheinwerfers zerbrochen, aber wir hatten aktuell keine Lust und Energie, schon wieder Ersatzteile in Europa zu bestellen, oder müßig passende Teile in Kanada zu suchen. Christian baute das Ding also kurzerhand aus und konnte eine provisorische Lösung mit transparentem Klebeband bauen – nicht schön, aber leuchtet. Die richtige Reparatur muss dann wohl spätestens bis zum nächsten TÜV-Termin gemacht werden.
Ein Ölwechsel stand auch noch an, den man hier in Kanada ganz spontan in speziellen Werkstätten und ohne Termin als „Drive through“ Service bekommen kann. Das richtige Öl nach Fiat-Spezifikation hatten sie sogar auch auf Lager. Besser kanns kaum laufen!

Ölwechsel-Drive-Thru

Die letzten Tage bis zur Rückkehr von Laurie und Scott am 1. Januar vergingen somit viel zu schnell. Wir unternahmen noch ein sehr schönes und geselliges Weintasting beim kleinen Weingut 40 Knots, radelten mal in die Stadt, um die lokale Brauerei zu testen, puzzelten weiter und schon war Silvester, welches für uns mega ruhig verlief.

Seaside Trail in Royston
Puzzle geschafft!

Ein spontanes Telefonat mit Anette und Frank, aka den Bärlies, die gerade in Kalifornien im Dauerregen hockten, verkürzte die Zeit bis Mitternacht. Zum Glück wurde in der Nachbarschaft nicht viel geböllert, sodass die Hunde einigermaßen ruhig blieben.

Als die Gibsons jr. schließlich zurückkamen, luden sie uns ein, noch ein paar Tage zu bleiben – Platz hatten sie ja genug. Wir nahmen das Angebot gerne an (zumal ich mir eine Erkältung eingefangen hatte) und erkundeten weiter Comox, wurden mit Brunch und Abendessen von den Gibsons verwöhnt und genossen den unkomplizierten Familienanschluss.

Die 2,5 Wochen vergingen viel zu schnell, aber wir haben es sehr genossen und waren am 3. Januar schließlich bereit weiterzuziehen – allerdings nicht ohne eine „standing invitation“ von der Familie, jederzeit wiederzukommen, um noch ein paar Tage bei ihnen zu bleiben, oder uns jederzeit zu melden, falls wir bei irgendwas Hilfe brauchen sollten. So nette Menschen – da hatten wir mal wieder mega Glück mit unserem Housesit gehabt. 🤍

Der Norden von Vancouver Island

Nach dem Housesit starteten wir unsere Erkundung des nördlichen Teils der Insel. Unser erster Stopp war der Elk Falls Provincial Park. Trotz neblig-nassen Wetters spazierten wir zu den Wasserfällen, die von der massiven Hängebrücke aus gigantisch aussahen.

Elk Falls

Weiter nördlich werden die Orte kleiner, die Insel einsamer. Nach einer Übernachtung in Port McNeill steuerten wir Port Alice an – angeblich die Seeotter-Hauptstadt von Vancouver Island. Wir unternahmen einen kleinen Spaziergang am Ufer der Johnestone Strait, einer geschützten Meeresbucht, in der Hoffnung, die süßen Tiere zu spotten.

Port Alice

Wir sahen zwar keine Seeotter, aber dafür ein paar Flussotter, die rasend schnell durchs Wasser schossen und nicht ganz so süß sind wie ihre Artgenossen – die sehen eher wie große, nasse Ratten aus.

Außerdem entdeckten wir zahlreiche Weißkopfseeadler.

Ein netter Fischer, dem wir begegneten, erzählte uns mehr über die Gegend und dass man die Seeotter wohl doch nur per Bootsausflug sehen kann. Dafür war aber aktuell keine Saison und wir wollten auch das Geld nicht ausgeben. Nach einem Picknick in der Sonne zogen wir weiter.

Das Wetter hielt, und wir fuhren bis ans Ende der Inselstraße nach Port Hardy. Hier gab es aber nicht viel zu sehen, der Ort war noch im Winterschlaf. Nur über die Möhren-Skulptur wunderten wir uns – die markiert das Ende des Insel-Highways. Warum auch immer.

End of the Road Möhre

Ein kurzer Spaziergang am Meer beendete unsere Erkundung auch schon wieder – mir war zu kalt, und die Erkältung saß mir noch in den Knochen, daher blieb es bei einem kurzen Stopp. Übernachtet wurde wieder in Port McNeill direkt am Meer. Am Morgen wurden wir mit klarem Himmel und Fernsicht auf die Whistler-Berge belohnt – da bekamen wir direkt wieder Bergweh!

Christian nutzte die Gelegenheit, um unseren MAP-Sensor auszutauschen, da der Van zuletzt immer wieder mal sporadisch in den Notlauf ging. Den Sensor hatten wir bereits seit längerem dabei und er hätte einer der Übeltäter für den Signalfehler sein können. Die ersten Testkilometer liefen gut, doch kurz vor unserem nächsten Platz ging der Van erneut in den Notlauf – der MAP-Sensor allein war es wohl doch nicht. Heitere Tage mit Datenerfassung, Fehlersuche und Fachsimpelei standen uns also erneut bevor.

Wir übernachteten ganz pragmatisch irgendwo am Straßenrand, und am nächsten Morgen ging es dann weiter an die Westküste von Vancouver Island, wo schon ein kleiner Nationalpark auf uns wartete.

Aber dazu dann demnächst mehr. 😊

Übrigens: Wenn dir unsere Reiseberichte gefallen und du uns auf unserer Reise unterstützen möchtest, freuen wir uns über einen Beitrag in unsere Diesel-Kasse. Das geht ganz einfach mit diesem PayPal Link.

Bilder für eine Großansicht & Beschreibung einfach anklicken
« von 3 »
Instagram
URL has been copied successfully!